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17. September |
VM

Bimbach "Extrem": 238 Kilometer, 4500 HM

Supercup in Bimbach, das hat schon seit Jahren Tradition für viele Radsportler! Wie in jedem Jahr findet dieser am Pfingstsonntag statt. Dieses Jahr gab es ein Novum: Zusätzlich zum Marathon 205km / 3600HM wurden 238 km mit 4500 HM angeboten. Der Trend zum Höher / Weiter / Schwerer ist auch hier unverkennbar.

Eine Voranmeldung war unbedingt nötig, 2000 Startplätze waren schon zeitig vergeben, Nachmeldung unmöglich! 

So reiste ich am Samstag Nachmittag an, ein Ticket zum Bimbach "Extrem" (238km) in der Tasche und nahm vor Ort erst mal an der Pasta-Party teil. Dann gabs am Abend noch das Briefing der Strecke, ein kleines Betthupferl (wirklich nur Eins!) und ab auf die Matratze ins Auto. 

Morgens hatten wir 10°C, also war Kurz / Lang mit Weste erst mal eine gute Kombination. Am Start stand ich ziemlich weit vorne, besser am Anfang freie Bahn zu haben, als zu viel Verkehr. So gings flott zur ersten Kontrolle zur "Rhön Quelle", nach ca. 45KM und 400HM. Flott gings weiter, aber den 33iger Schnitt werden wir wohl nicht halten können, dachte ich mir, schon gings die Ebersburg für die Marathonies hoch! Am Anfang noch zahm, gings die letzten 300 Meter mit 17 % in die Höhe! Rasante Abfahrt mit 80 Sachen, dann kam schon die Wasserkuppe mit 600 Höhenmetern, die aber gut zu fahren ist im Mittel mit 8% Steigung. 

Zudem sollte man, wie der Veranstalter am Vortag betonte, nicht ständig mit dem Blick am Hinterteil (Oarsch) des Vordermannes kleben, sondern die geniale Aussicht geniessen, die hat man über weite Teile der Strecke und das ist einfach gigantisch! Wir hatten Glück und hatten weder Nebel noch Wolken. Ausruhen kann wer will sich auch auf den perfekt eingerichteten Kontrollstellen mit diversen Getränken, Pasta, Kuchen und leckeren Broten!

Nichts desto trotz waren natürlich noch einige Bergprüfungen zu bestehen und nach 150 KM hatten wir knapp 2800 HM überwunden bei nur noch einem 28iger Schnitt. Jetzt kam die Entscheidung: Abzweigung  zur 238iger Strecke oder 205er! Was soll ich sagen, Beine gut, alles gut und ab auf die Extrarunde mit noch mal 1000Hm. Auf diesem Streckenabschnitt war jeder fast nur noch Einzelkämpfer,es fuhr jeder seinen eigenen Rhythmus, Gruppen gabs keine mehr. Die Beine wurden langsam schwer!

Bei der nächsten Kontrolle bei 185 Km trafen alle wieder zusammen: 238iger, 205er, 170iger und auch alle anderen Strecken. Unausweichlich ein wahnsinniger Ameisenhaufen in einem kleine Dorf, Autoverkehr lahmgelegt! Langsam wurds hart und genialerweise hat der Veranstalter nach der Kontrolle noch einen Berg mit 15 % Steigung eingebaut. Hier sah man halt auch einige Ungeübte, die kurz vorm Kollabieren waren! 

Ich fand dann noch eine tolle 10er Gruppe, mit der ich die letzten knapp 50 Kilometer mit "nur" noch 500Hm flott ins Ziel rollte. Am Ende hatte ich genau 238 Km auf dem Tacho bei 8Stunden und 35 Minuten Fahrtzeit, das entspricht einem Schnitt von 27,5 Km / Std., damit war ich zufrieden. Allerdings sagte mein Tacho "nur" 4100 Höhenmeter über die gesamte Strecke aus. 

Montag: Ruhetag!

 

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