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Gleich zwei Landesmeistertitel im Straßenfahren

Das Siegerpodest wurde bei den Wettbewerben zur heutigen Landesmeisterschaft im 1er Straßenfahren von Wunstorfern bevölkert: Den Auftakt machte Heinz-Werner König als Sieger der Seniorenklasse IV, Christian Prüfert belegte im Hobby-Rennen Platz Zwei und Jürgen Rodenbeck rundete den gelungenen Tag mit seiner Titelverteidigung in der Elite ab.

Der veranstaltende Tuspo Weende hatte in der Nähe von Göttingen eine äußerst anspruchsvolle Strecke ausgewählt. Auf den 9,5 Kilometern einer Runde gab es zwei Steigungen mit jeweils etwa 50 Höhenmetern. Vier Runden mussten die Senioren IV bei kühler Witterung und leichter Brise zurücklegen. Aufgrund der recht kurzen Renndauer gab es keine Einrollphase, der Schlagaubtausch begann noch in der ersten Runde. Heinz nutzte den zweiten, etwas weniger steilen Anstieg in jeder Runde mit Rückenwind zur Tempoverschärfung, um seine Konkurrenten unter Druck zu setzen. Am Berg bei Start/Ziel hingegen hielt er sich taktisch zurück, da dort der Gegenwind von vorne drauf stand.
Das Fahrerfeld lichtete sich von Runde zu Runde, dabei hatte Heinz seine Gegner stets im Griff. Seinem finalen Angriff einige Kilometer vor dem Ende konnte niemand folgen und so überquerte er den Zielstrich als Solist. Nach mehreren zweiten Plätzen in der Vergangenheit musste er erst die 60 überschreiten um endlich den Landesmeistertitel auf der Straße zu erringen. Fast genau eine Stunde betrug seine Fahrtzeit für die 38 Kilometer.

 

In der Hobby-Klasse stand anschließend der Wunstorfer Christian Prüfert im Trikot des Storck Cycling Teams bei schlechter werdendem Wetter am Start. Hier gab es bei ebenfalls vier Runden niemanden, der sich entscheidend lösen konnte. So kam es zu einem Sprint des verbliebenen Feldes, in dem Prüfi auf der ansteigenden Zielgerade den zweiten Platz erspurtete.

Im Rennen der Elite standen mit Holger Evers und Jürgen Rodenbeck nur zwei Fahrer des RSC an der Startlinie. Aufgrund der im beinahe auf den Leib geschnittenen Strecke war das erklärte Ziel dennoch Jürgens Titelverteidigung. Nicht einmal 50 Fahrer stellten sich der Herausforderung der Strecke, die vom einsetzenden Regen bei neun Grad Celsius noch verschärft wurde.
Die ersten Runden waren von vereinzelten, harmlosen Vorstößen einzelner Fahrer abgesehen relativ ruhig - aber kalt! Nach der Hälfte der avisierten zehn Runden (gleich 95 Kilometer) war noch ein größeres Feld zusammen und die Favoriten begannen ihr Abtasten. Vier Runden vor Schluss suchte Jürgen am schwerem Anstieg unmittelbar hinter Start/Ziel sein Heil in der Flucht, oben wartete er noch auf zwei Mitfahrer, um nicht allein fahren zu müssen. Die drei arbeiteten zwar gut zusammen, doch eine Runde später war Jürgen wieder allein oben auf dem Berg. Diesmal wartete er nicht mehr und fuhr einfach weiter. "Mir war kalt und dagegen hilft bekanntlich schnell zu fahren", so sein Kommentar zu der Situation. Er konnte seinen Vorsprung auch schnell ausbauen und seine Führung geriet von da an nicht mehr in Gefahr. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp über 38 km/h siegte er nach fast genau 2 1/2 Stunden. Souverän verteidigte er so seinen Titel aus dem Vorjahr - ein Kunststück, dass schon einige Jahre keinem Fahrer mehr gelungen ist. Das Feld war sich uneins und nicht in der Lage nachzusetzen, so dass auch sein ehemaliger Begleiter Marten Klöpping einen deutlichem Vorsprung hielt und den Titel der U23 holen konnte.

Straßenbahnfahrer aufgepasst!

Ich wusste gar nicht, dass Jürgen so gerne Straßenbahn fährt! Auf der Landesverbandsseite werden die U23 übrigens korrekt einzeln gewertet und nicht wie vor Ort gemeinsam mit der Elite, da ist Hendrik dann auch Dritter. Und das Wetter war echt zum...

 

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