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Platzierungen beim Rennwochenende Mülheim/Dinslaken

Olaf Koß hat anscheinend Gefallen am Siegertreppchen gefunden: Samstag wurde er beim Kriterium in Mülheim an der Ruhr wie im Vorjahr Zweiter, wieder in einer kleinen Ausreißergruppe. Aber auch Holger Evers hat momentan einen Lauf, in der dritten Woche nacheinander fuhr er am Sonntag - dieses Mal in Dinslaken - eine Platzierung ein.

Am Samstag konnte man beim Rennen "Rund in Mülheim - Winkhausen" fast das Gefühl haben, einem Déjà-vu zu erliegen. Der Sommer hatte sich noch mal für einen Tag mit viel Sonnenschein und Temperaturen bis zu 28 Grad Celsius zurück gemeldet. Nicht nur das Wetter, auch das Rennen der C-Klasse erinnerte stark an das vergangene Jahr. 55 Runden waren beim Kriterium zu absolvieren und alle fünf Runden gab es die üblichen Punktewertungen für die ersten vier Fahrer. In der hektischen Anfangsphase konnte sich auf der anspruchsvollen, kurvigen Strecke niemand absetzen. So sicherten sich in dieser undurchsichtigen Phase zahlreiche Fahrer Punkte, auch Olaf als Zweiter einer Wertung. Dachte man wenigstens - der Sprecher hatte ihn beim Ansagen des Ergebnisses allerdings nicht auf dem sprichwörtlichen Zettel.

Ein paar Runden später wollte Olaf es dann aber wissen. Ein erster Angriff mit Marco Ortmeyer aus Wernigerode war noch erfolglos geblieben, der zweite Versuch saß dann bereits. Zusammen mit Paul Gilak vom Radsport Team Köln machte er sich erst auf die Verfolgung eines anderen Fahrers, nach dem ersten Sprint waren die beiden allein in Front. Das Duo konnte erstaunlich schnell einen größeren Vorsprung von bis zu einer halben Minute heraus fahren. Olaf tat viel dafür, war aber bei den ernsthaft ausgefahrenen Wertungssprints meist unterlegen. Sechs Wertungen blieben die beiden in Front, bevor das Feld langsam aber stetig wieder näher rückte. Kurz vor der vorletzten Wertung wurden sie dann vom Feld geschluckt. Der Sprecher zählte 26 gegen 21 Punkte zugunsten des Kölners, das Podest war den beiden damit nicht mehr zu nehmen. Verständlicherweise konnten sie bei den ausstehenden Wertungen nicht mehr eingreifen, somit verblieb Olaf auch nach dem im Anschluss für ihn korrigierten Ergebnis von 24 Punkten auf dem Silberrang.

 

 

KT- und A-/B-Klasse

Jürgen Rodenbeck war anschließend im stark besetzten Rennen der KT und A-/B-Klasse am Start. Dort wurde kein Kriterium, sondern ein Rundstreckenrennen auf Endspurt über 77 Runden gefahren. Entsprechend gab es einen anderen Rennverlauf, die ersten Angriffe waren eher Strohfeuer. Erst zu Hälfte der Renndistanz konnten sich fünf Fahrer entscheidend lösen. Jetzt kam Bewegung ins Feld, ein Quartett setzte sich einige Sekunden ab und machte sich auf die Verfolgung. Jürgen sah nun seine Zeit gekommen und schloss die Lücke zu diesen Vieren innerhalb von einer guten Runde im Alleingang. Aber kurz darauf sprang noch ein sechster Fahrer dazu. Das Feld löste sich teilweise auf, eine dritte Verfolgergruppe setzte nach, während die Spitze einige Runden vor Schluss den Rundengewinn vollzog. Die Renndauer war zwischenzeitlich vom WA aus unbekannten Gründen um einige Runden gekürzt worden - dabei hatten sich die Damen und Herren aber anscheinend selbst ein Bein gestellt. Von fünf wechselte die Anzeige später noch mal direkt auf drei Runden. Viel zu spät kam die Ansage an das überrundete Feld nun nur noch eine Runde vor sich zu haben. Auch die beiden Verfolgergruppen wurden vorzeitig ins Finale geschickt - hatten somit nach der Anzeige "noch 5 Runden" bei der folgenden Zieldurchfahrt nur noch zwei zu fahren. Wie auch immer: Jürgen belegte im Spurt den sechsten Platz seiner Gruppe, war somit unglücklich Elfter. Sollte man zumindest meinen, der WA hatte allerdings komplett den Durchblick verloren und die eigentlich dritte Gruppe auf Platz sechs gesetzt. Dieses Missverständniss konnte nach einiger Diskussion noch ausgeräumt werden. Sieger wurde Matthias Bertling vom KT-Team Eddy-Merckx-Indeland.

Dinslaken

Am Sonntag waren beim Preis der Sparkasse Dinslaken-Voerde-Hünxe im Rundstreckenrennen der C-Klasse 38 Runden oder 61 Kilometer zu fahren. Auch hier erinnerte etwas an das Vorjahr: Auf der Anfahrt regnete es, trocknete dieses Mal aber vor dem Start komplett ab. Das Ziel liegt bei diesem Kurs am Ende einer mehrere hundert Meter langen, allerdings nicht besonders steilen Steigung, also ein Fall für den "gelernten" Mountainbiker Holger Evers. Es wurden zahlreiche Prämien ausgelobt, wodurch das Rennen fast durchgehend flott war. Schon von der ersten Runde an versuchten sich Fahrer vom großen Feld zu lösen, aber dieses setzte konsequent nach. Ein paar Fahrer beschränkten sich auf die Prämienhatz, besonders tat sich hier Julian Horstmann aus Münster hervor, der fast alle Prämien gewann. Erst zu Mitte des Rennens wurden die Attacken intensiviert, sie waren aber noch nicht zwingend.

Holger fuhr stets aufmerksam in vorderen Positionen, einen ersten Angriff der Wernigeröders Jesko Vietense ging er noch ohne letzte Anstrengung - und durchschlagenden Erfolg - mit. 16 Runden vor Schluss dann ein ernsthafter Vorstoß von zwei Konkurrenten, dem Holger sich anschloss. Oben am Ziel kündigte der Sprecher Bargeldprämien jeden Durchgang bis drei Runden vor Schluss an. Ob das nun ein Vor- oder Nachteil war ist schwer zu sagen, nach drei salomonisch geteilten Prämienrunden schloss Horstmann mit ein paar Fahrern im Schlepptau auf, so dass die Spitze ab da von acht Fahrern gebildet wurde. Bei den folgenden Zieldurchfahrten kämpften noch zwei bis drei Fahrer um die Prämien - der Sieger blieb aber immer der Gleiche wie zuvor im Rennen. Nur das Tempo wurde dadurch unrythmisch und die Gruppe immer wieder auseinander gerissen. Letztendlich blieben aber alle zusammen und lösten sich gleichmäßig ab, der Vorsprung vor dem Feld war auch nicht allzu groß. Gemeinsam ging man in den Schlussanstieg - dem Wunstorfer blieb leider von Krämpfen gehandicapt nur der siebte Rang. Gerade mal zehn Sekunden betrug am Ende der Vorsprung vor RSG-Fahrer Felix Ogniewski, der den Sprint des Feldes gewann. Horstmann wurde übrigens 38ster, will wohl nicht aufsteigen?

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