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Erfolgreiches Wochenende mit zwei Podestplätzen

Zum Ende der Saison kommen die Rennfahrer des RSC noch einmal richtig in Schwung. Am Samstag sicherte sich Jürgen Rodenbeck Platz zehn in Hannover-Döhren, am Sonntag gab es dann in Göttingen gleich drei Platzierungen mit Jürgen als Zweitem in der A/B/C-Klasse, Olaf Koß als Drittem und Holger Evers als Zehntem im C-Rennen.

Am Samstag gab es in Hannover-Döhren, also für die Wunstorfer fast vor der Haustür, ein Rennen mit erstklassiger Besetzung. 60 Runden waren auf dem genau einen Kilometer langen Viereckskurs zu absolvieren. Das KT-Team von KED-Bianchi war mit starker Mannschaft erschienen, ebenso das Regio Team SF mit dem mehrmaligen Döhren-Sieger Roman Kuntschik. Diese kontrollierten das schnelle Rennen wie zu erwarten und vereitelten alle Ausreißversuche, die Berliner sicherten sich fast ausnahmslos alle unterwegs ausgefahrenen Prämien. Nach einigen erfolglosen Attacken zog sich Jürgen ins Feld zurück, das nur noch aus gut zwei Dutzend Fahrern bestand - der Rest hatte schon längst dem hohen Tempo Tribut zollen müssen. Nachdem sich Jürgen in der letzten Rennphase zurückgehalten und einige Körner gespart hatte reichte es im Sog der um den Sieg Sprintenden zu Platz zehn. Gewinner wurde wieder einmal Kuntschik.

Am Sonntag folgte das Göttinger Altstadtrennen. Zuerst waren die C-Fahrer Olaf Koß und Holger Evers dran, 72 Runden, knapp über 60 Kilometer, wurden als Kriterium ausgefahren. Unglücklicherweise hatte es schon am frühen Morgen geregnet und die Strecke war nass, auch wenn der Regen rechtzeitig vor dem Start aufhörte. Nicht alle Fahrer kamen mit den Bedingungen zurecht, gleich in einer der ersten Runden gingen die drei Führenden in der engen und rutschigen Zieleingangskurve zu Boden. Danach fuhren anscheinend erst mal alle etwas vorsichtiger. Das Feld blieb bis auf kurze Attacken zusammen, die Fahrer des TuSpo Weende inklusive des Ex-Wunstorfers Kai Günther kontrollierten ihr Heimrennen weitgehend. Olaf konnte sich in der Anfangsphase auch in den Wertungssprint einmischen, ihm blieb aber nur der vierte Platz und damit grade mal ein Punkt. Zur Mitte des Rennens war es bei vielen Fahrern mit der anfänglichen Vorsicht vorbei, als Folge konnte man es gerade in der Zielkurve häufiger krachen hören. Auch Olaf blieb nicht ganz verschont, er hatte zwar mit den eigentlichen Stürzen nichts zu tun, zweimal musste er allerdings ausweichen und er ging bei geringer Geschwindigkeit harmlos zu Boden. In der Zwischenzeit hatte sich auch Holger bei einer der Wertungen den vierten Platz und damit einen Punkt gesichert, allerdings schien das nicht zu einer Platzierung zu reichen.
Olaf suchte sein Heil in der Flucht, knapp 20 Runden vor Schluß hatte er auch endlich Erfolg damit. Sechs Fahrer konnten sich nun vom Feld lösen und schnell einen beruhigenden Vorsprung heraus fahren. Bei der vorletzten Wertung konnte der Wunstorfer erneut punkten und war damit eigentlich schon zufrieden. Einer seiner Mitstreiter räumte sich allerdings sofort selbst ab, weil er nach dem Sprint die Kurve nicht mehr kriegen konnte. Wenige Runden vor Schluss fielen dann wieder in der Zieleingangskurve gleich mehrere aus der Spitzengruppe auf die Nase, einer der Weender konnte nicht mehr weiter fahren. Das war nicht nur für Olaf gut - er gewann im doppelt zählenden Zielsprint sechs Punkte - auch Holger rückte so mit seinem einem Punkt auf den zehnten Rang vor.

Anschließend hatte Jürgen auf der nun abgetrockneten Strecke bei schönstem Sonnenschein sein Rennen. Die Streckenlänge war die Gleiche wie im Rennen zuvor, der Rennverlauf auch ähnlich. Hier beherrschte das Regio Team SF mit dem überragenden Sprinter Roman Kuntschik das Rennen lange Zeit nach Belieben. Die ersten Wertungen gingen allesamt an die Hersfelder, die alle Ausreißversuche im Keim erstickten und sich auf ihre Sprintstärke verließen. Erst als Kuntschik uneinholbar führte ließen sie die Konkurrenz an einer etwas längeren Leine. Als Erster nutzen konnte das Marvin Kyling vom Team Norddeutschland, der sich die vorletzte Wertung im Alleingang sicherte. Nun sah auch Kai Kustin-Becker seine Chance und der zwischenzeitlich ziemlich entnervte Jürgen Rodenbeck setzte nach. Zusammen schafften sie es schnell zu Kyling nach vorne - und vorbei - zu fahren. Das Feld reagierte zu spät, die 30 Sekunden waren auf den verbleibenden Runde nicht mehr aufzuholen. Da Jürgen die meiste Führungsarbeit verrichtet hatte verzichtete Kai auf einen echten Zielsprint, obwohl es durch die doppelte Punktzahl noch um einen Podestplatz ging.
Zehn Punkte hatte Jürgen sich also im Finale gesichert und das brachte ihm am Ende sogar den zweiten Platz ein. Er war punktgleich mit zwei Konkurrenten, zog durch die später gewonnenen Punkte aber an denen vorbei. Eigentlich war es nur ein Kontrahent, der Hersfelder Philipp Sohn war nach einem Kettenriss nämlich mit dem Rad eines Teamkollegen weiter gefahren - was nach den Regularien verboten ist und vom Wettkampfausschuss entsprechend mit einer Disqualifikation bestraft wurde.

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