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Als Halbspanier auf Mallorca - ein Erfahrungsbericht

Hallo und buenos dias amigos, ich bin wieder da und Malle ist nun schon wieder Geschichte. Wir hatten dort herrliche, sonnige Tage mit ein bisschen Wind. Keinen Regen, keine Stürze, keine Pannen, keine Sorgen, keinen Schnee. Also alles in Allem ein gelungenes Trainingslager. Obwohl, ich muss sagen, auf Malle ist es nicht nur flach.

Schon wenn man den Fuß vor die Tür stellt, geht es bergauf. Ein ständiges bergauf und bergab.Zwar nur leicht, aber immer hoch und runter. Erst richtig gemütlich wird es, wenn man dann mal in die Berge fährt. Ich habe aufgrund meines erfahrenen Begleiters eine Menge schöner Ecken gesehen.Valdemossa, Orient, Sa Calobra, den Kiosk, die Tankstelle, Kloster LLuc, Arta, Petra, Ermitage de Betlem, Cap Formentor und natürlich Sa Pobla, Campanet, Santa Maria usw., usw.

Als Mallorca Neuling ist das dann natürlich alles sehr aufregend. Die Ausfahrten waren immer zwischen vier und fünf Stunden lang plus Pausen. Für mich genau richtig. Der Schnitt war eigentlich immer egal.Und den Busverkehr habe ich auch nur sehr selten genutzt. Die Busse, die ich erwischen konnte waren dann doch eher sehr langsam. Einmal durften wir in einem Bus einsteigen, der war ganz o.k. Da waren Amateure aus Estland am Steuer. Das ging dann mit ein bisschen Zug durchs Land in Richtung Santa Maria.

Ach so, gewohnt haben wir in Puerto Pollensa in einem sehr empfehlenswerten Hotel. Halbpension versteht sich. Tolles Essen, tolle Zimmer, sehr nettes Personal. Nur die spanischen Weine sind nicht so unbedingt mein Fall. Die kippen da immer so viel Holz rein. Der Weinkenner spricht dann von garantiert Barrique gelagert. Leider sucht man dann vergebens nach holzfreiem Wein. Aber ich habe mich doch noch dran gewöhnt.
An einem Tag hatte ich so viel Cola und Café con leche getrunken, dass mir abends das gute Nacht Bier auch nicht mehr zum Einschlafen helfen wollte. Deshalb gab es dann ab sofort morgens zum Frühstücken keinen Kaffee mehr und abends zum Einschlafen auf gar keinen Fall nur ein Glas San Miguel.

Am letzten Tag hatte ich doch ein bisschen Bauchschmerzen beim Frühstücken bekommen. Sa Calobra! Oh Gott. Eine Sackgasse. Oh nein. Wer da herunter fährt, der muss das Ding auch wieder hochfahren. War dann aber doch nicht so schwer.

Eine richtige Busfahrt nach Palma hat die Sache dann noch schön abgerundet. Palma ist eine schöne Stadt. Erst die Markthalle besucht und dann einen Stadtbummel gemacht. Der Stadtbummel trieb uns in eine zwielichtige Straße an einer Bar Mallorca vorbei in der man Liebe kaufen konnte. Das haben jedenfalls die vielen Frauen gesagt, die sich da so rumtrieben. Ich hatte aber nicht genug Geld dabei und außerdem war das ein bisschen unheimlich.Gleich um die Ecke gab es einen Hifi Laden, in dem man Beng & Olufsen Fernseher für 10000,- € kaufen konnte. Komisch.

Lustig fand ich es auch in Binibona. In dem kleinen Ort gab es wie soft gleich neben der Kirche eine Dorfkneipe. Von draußen konnte man nicht in die Kneipe reinschauen. Es war ziemlich ruhig und die Straßen sahen verlassen aus. Doch drinnen ganz anders. Titty Twister? Wenn man durch die Eingangstür die „kleine Halle“ betrat, schlug einem ein lautes Klappern und Quatschen entgegen. Alle Tische waren belegt. Der Tresen war auch ganz gut besucht. Die Leute gehen wohl gerne Sonntags nach der Kirche in die Kneipe um gut zu essen und zu trinken und laut zu quatschen. Das finde ich sehr Sympathisch. Ich glaube bei der nächsten RSC Jahreshauptversammlung werde ich mal den Antrag stellen, nach dem Sonntagstraining das „Heideeck“ in Luthe aufzusuchen um gemeinsam ordentlich zu essen und zu trinken.

Ja. Das war ein kleiner Trainingsbericht und ein paar Eindrücke von der schönen Balearen Insel Mallorca. Ach bin ich froh, dass ich ein halber Spanier bin und kein halber Holländer!

Gruß

Lito

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