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RSC-Trainingslager Mallorca
Am 27.02. heißt es für mittlerweile schon neun RSC-Radler Kofferpacken und ab auf die Baleareninsel Mallorca. Die Rennfahrer kehren Deutschland den Rücken und schlagen ihre Zelte in wärmeren Gefilden auf. Grund für den Bruch mit der Heimat ist ein zweiwöchiges Trainingslager, bei den diesjährigen Witterungsbedingungen sicher eine gute Wahl.
Bereits in den vergangenen Jahren haben sich die Rennfahrer regelmäßig ins Trainingslager nach Spanien begeben, um dort die Grundlagen für die anstehende Rennsaison zu legen. Das war wohl selten so dringend notwendig wie nach diesem kalten und vor allem schneereichen Winter 2009/2010. Dieses Jahr wird erstmals direkt in Palma Station gemacht und zu den Ausfahrten aufgebrochen. Von dort kann das flache Hinterland ebenso angefahren werden wie der bisher noch nicht so häufig besuchte Südwesten der Insel um Port d'Andratx und Puigpunyent. Bei hoffentlich warmen Temperaturen soll die Chance genutzt werden, endlich wieder "überlange" Touren zu fahren. Und natürlich sollte der obligatorische Puig de Randa im Programm genauso wenig fehlen wie Sa Calobra - und der ein oder andere Café con leche.
Mit dabei sind aktuell: Artjom Gräfenstein, Holger Evers, Christian Zucker, Sascha Furche, Olaf Koß, Christian Prüfert, Marc und Dirk Schultze, Sebastian Rösch und als Gast Wilfried Schlecht. Außerdem weilt der ehemalige Wunstorfer Tobi Holweger mit seinem aktuellen Verein RSV Sonthofen in Palma, so dass eine ordentliche Gruppenstärke gesichert ist.
Die Touren der einzelnen Trainingsblöcke
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Block 4b
erzähl doch mal die spannenden Sachen: Was war mit der Animeuse aus Belgien???
Tourenaufzeichnungen Mallorca
Die Konkurrenz auf dem Rad war nicht so stark wie die ohne... Wer das Trainingslager genau nachvollziehen will kann nun die aufgezeichneten Touren abrufen (s.o.) - Ehrenrunden habe ich vorher raus genommen ;-)
Trainingstagebuch Block IV
Am Dienstag wurde es dann schon ziemlich unangenehm, maximal acht Grad und Null Sonne erinnerten schon stark an Deutschland... Die Berge der Sierra Tramuntana waren komplett weiß, das bedeutete dieses Jahr mussten alle legendären Pässe ausfallen ;-( Im letzten Block hatten wir noch gehofft die Temperaturen würden steigen und es würde doch noch klappen.
Leider war es am Mittwoch nicht besser, im Gegenteil: Höchsttemperaturen von sechs bis sieben Grad, das gibt es im März wirklich verdammt selten auf Malle! Pünktlich zum Frühstück ging auch in Palma (bzw. s'Arenal) ein veritabler Schneeschauer nieder, bei zwei Grad (!) blieb aber nichts liegen. Zum Glück wird es aber auch immer schnell wieder trocken, also Abfahrt um zwei. Ich musste mir eine lange Hose von Olaf leihen, weil es mit Beinlingen wirklich nicht ging. Um nicht einzurosten oder zu erfrieren 90 Kilometer mit lockerem Kreiseln in 2:45, irgendwas knapp über 33 km/h...
Zum Donnerstag nachts zwar nicht wirklich wärmer, in unserem Zimmer ohne funktionierende Heizung 12 Grad - aber das Hotel hatte immerhin im Supermarkt Heizlüfter besorgt (kein Scherz)! Knappe zehn Grad draußen, aber nur noch wenig Wind, da konnte man dann schon wieder vernünftig fahren. Angesagt waren fünf Stunden wilde Sau, also ging nach den ersten lockeren 1 1/2 Stunden die Post ab. Die ersten Wellen hinter Manacor wurden gleich genutzt, um sich ordentlich in die Fresse zu hauen. Diesmal fanden sich (im Unterschied zu anderen Tagen) sogar alle Gruppenteilnehmer wieder, wenn auch mit etwas Glück ;-) Etwas später auf dem Weg nach Sineu das gleiche Spielchen noch mal, wie viele Grüppchen kann man bei neun Fahrern bilden? Das war lustig... Auf dem Rückweg hoch nach Randa (aber nicht auf den ganzen Berg), da waren alle so satt, dass sich Bergel mit taktischer Meisterleistung das Ortsschild holen konnte. Vorher war er bei anderen Gelegenheiten nicht so offensiv unterwegs... Gut fünf Stunden und etwa 160 Kilometer!
Freitag, letzter Tag! Wer sich noch einigermaßen gut fühlte, durfte sich auf sechs Stunden Krieg einstellen. Auch der Russe beehrte uns heute mal wieder, wo wir ihm doch sonst zu langsam waren ;-). Es schien sogar recht lange die Sonne, da machte es dann doch wieder Spaß. Der Kapitän als Navigator wählte extra eine möglichst wellige Strecke aus - sonst macht es doch keinen Spaß! In den ersten zwei Stunden passierte seltsamerweise nicht viel, außer etwas Geplänkel ging es recht ruhig bis Felanitx. Auf der Küstenstraße wurde dann mal getestet ob die Beine noch da sind... Auf dem Weg nach Arta ergriff der Kapitän die Initiative, und nur Zucki konnte folgen ;-) Später auf dem Weg nach Petra griff der Russe ins Geschehen ein und zog mit Zucki den Kapitän und Willi über die Wellenstraße - Aua, das tat weh! Danach waren mal wieder alle satt und da es im Süden sehr dunkel wurde, ging es direkt nach Hause. Zum Glück herrschte nun endgültig Frieden, und es wurden 175 Kilometer in 5 1/2 Stunden gefahren.
Das hat Spaß gemacht!
Viele Grüße,
Der Kapitän
Trainingstagebuch Block III
Der zweite Ruhetag wurde individuell gestaltet, ich bin mit Zucki schoen 70 km geradelt (natuerlich KB) und in einem Café eingekehrt, da gab es lecker Kaffee und Kuchen.
Die Vorhersage fuer Montag lautete Dauerregen, daher wurde am Sonntag etwas mehr drauf getreten, um den erzwungenen Ruhetag nicht so sinnlos erscheinen zu lassen. Mit neun Fahrern gestartet zersplitterte das Feld nach und nach in drei Gruppen, am Ende kamen aber alle auf um die 200 Kilometer. Der groesste Teil war bei Felanitx und ist nach San Salvador heraufgefahren - ein bis drei mal. Durch den fiesen Gegenwind an der Kuestenstrasse zurueck waren auf jeden Fall alle satt!
In der Nacht hat es dann wie angekuendigt wie aus Kuebeln geregnet, aber puenktlich zum Fruehstueck war alles vorbei. Also musste man wohl oder uebel wieder rauf auf den Bock. In Richtung Berge bei Santa Maria standen Strassen und Felder uebelst unter Wasser, da konnte dann Reis gepflanzt werden. Dieses Mal wurde es deutlich ruhiger (warum nur?), aber am Ende auch wieder ca. 200 Kilometer. Auf dem Rueckweg teilweise nur sieben Grad, da haette man ja auch zu hause in Deutschland bleiben koennen!?
Am Dienstag war dann aber wirklich Ruhetag.
Gruesse vom Kapitaen
P.S.: Heute hat es hier auch endlich geschneit, mehr dazu beim naechsten Mal!
Trainingstagebuch Block II
Hatte ich erwaehnt, dass wir in der Schinkenstrasse wohnen? 200 Meter vom Bierkoenig und 500 Meter vom "Ballermann 6". Am Ruhetag gab es also erst feinste Animation im Hotel mit einem Alleinunterhalter, der aussah wie Konny Reimans Bruder (der von RTL Extra). Da erstmal Anschauungsunterricht, wie man die Chicas am effektivsten klar macht. Dann noch in den Bierkoenig - wo allerdings noch nicht viel los war. Zum Glueck hat mittlerweile auch das Oberbayern auf, da geht es wohl als naechstes hin...
Am ersten Trainingstag leider bis Mittag Regen (bei 15 Grad), also nur ein verkuerztes Programm im Sturm am wunderschoenen Puig de Randa mit 3x Kraft am Berg. Irgendwas mit 3 Stunden & Keks und 95 km. Frau Pruefert brauchte wohl noch einen Ruhetag und verbrachte diesen mit Pizza und zwei Stunden KB.
Am zweiten Tag wieder gutes Wetter, ordentlich in die Berge mit 138 Kilometern und 2.000 Hoehenmetern in fuenf Stunden. Allerdings nur fuer einen Teil der Truppe, SBR und Sebastian zogen es vor in der zweiten Abfahrt gerade aus und damit ihre eigene Runde zu fahren ;-)
Am dritten Tag endlich mal lang, 190 Kilometer in 6:20 h und dabei so ziemlich alle Wellen mitgenommen, die sich uns boten. Es sind sogar alle zusammen angekommen - oder sagen wir mal bis kurz vor zuhause. Dann wurde noch ein wenig wilde Sau gespielt... Am Abend haben wir dann im "Blauen Salon" des Hotels nochmal richtig abgesahnt - beim Bingo! Da wurde der Kapitaen zur Preisverleihung vorgeschickt, hatte wohl etwas mit der netten Dame zu tun, die die Preise verteilte. Und die Getraenke gibt es da auch immer umsonst, weil das Personal keine Lust zum Geldwechseln hat.
Jetzt soll es hier auch ziemlich frisch werden, 10 Grad am Montag mit Regen, aber davon mehr am kommenden Ruhetag.
Gruss vom Kapitaen
Trainingstagebuch Block I
Nach sehr wenig Schlaf und Abflug um 6:40 Uhr in Hannover empfing uns die Insel mit gutem, aber nicht zu gutem Wetter. Bei 18 Grad waren die Wolken aber zu verschmerzen. Also ging es gleich um zwei auf´s Rad, 95 km in 3 1/2 Stunden lockeres Einrollen durch´s flache Hinterland. Ein paar Mal wilde Sau war natuerlich auch dabei!
Am zweiten Tag aehnliches Wetter, aehnliches Programm, weniger wilde Sau und 125 km in vier Stunden (Rueckenwind raus, Windstille rein...). Auch wenn Bergel schon heiss ist haben wir die Berge noch weg gelassen.
Am dritten Tag wurden wir von Suedwind mit 40-50 km/h ueber den Radweg nach sa Pobla gepustet, mussten dann aber leider mit Gegenwind bei 20 km/h in kleiner Schleife ueber Petra wieder zurueck, 135 km in 4 1/2 Stunden.
Heute schoen Ruhetag, fuer morgen ist die Vorhersage eher schlecht, mal sehen was bei 15 Grad und Regen so geht. Aber wenigstens haben wir keine Schneeschauer!
Ach ja, die Strassenhaendler nennen hier jeden Deutschen Helmut, und komischerweise will denen keiner von uns was abkaufen.
Der Kapitaen