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Jörn Führing Zwanzigster bei Masters Cross WM

Am 23. Januar fand im belgischen Mol die Masters Cross Weltmeisterschaft mit Wunstorfer Beteiligung statt. Nach dem 19. Platz im Vorjahr hatte sich Jörn Führing für dieses Jahr eine Verbesserung vorgenommen. Das sollte zwar nicht ganz klappen, am Ende sprang trotz Lospech und schlechtem Startplatz aber immerhin der respektable 20. Platz heraus. Hier ist der Bericht von Jörn:

Am Freitag hatte ich mir den Tag frei geschaufelt und bin um neun Uhr gemeinsam mit Tobias Lampe nach Mol aufgebrochen, um dort noch für 1,5h auf der Strecke trainieren zu können.

Bei uns war es morgens noch bitter kalt, in Mol aber haben wir einen Hitzeschock bei 5 Grad plus bekommen. Das Wetter war super und der Kurs sehr trocken, was dazu führte, dass es wesentlich mehr Sandpassagen gab als in den letzten Jahren und diese waren dazu noch sehr tief und locker. Ansonsten war der Kurs so gesteckt wie im letzten Jahr, viele Kurven, aber trotzdem sehr schnell und technisch anspruchsvoll. Nach der langen Anfahrt war das Gefühl beim Training nicht so gut. Schön war allerdings die Tatsache, dass schon sehr viele Sportler vor Ort waren, mit denen man auf dem Kurs auch mal in kleinen Gruppen trainieren konnte. Der Großteil der anwesenden Sportler waren übrigens Deutsche. Nach 1,5 h fuhren wir dann in die Unterkunft und zum Essen.

Um 11:30 Uhr ging es am Samstag zum Kurs und natürlich zum Rennen. Mein Start war um 14:20 und ich hatte um 13:00 Uhr noch mal 20 Minuten Zeit, um auf der Strecke zu trainieren. Das Wetter war super, 5 Grad, trocken und sogar Sonne. Gemeinsam mit Sebastian und Thomas Hannöver schauten wir uns noch einmal ein paar andere Fahrlinien aus. Bei Sese hat es besonders geholfen, er wurde in seiner Klasse Weltmeister, wie auch Jens Schwedler, der seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigen konnte. Und auch bei den Damen gab es eine Deutsche Weltmeisterin. Übrigens neben Sese der zweite Titel für Lohne.

Um 14:05 Uhr ging es dann zur Startaufstellung. Wie ich nach dem Rennen aus der Ergebnisliste entnehmen konnte, waren bei mir in der Klasse 62 Fahrer aus 12 Nationen am Start, wobei die Niederländer mit den Amis die meisten Fahrer stellten. Leider hatte ich dieses Jahr extrem Pech und wurde als Vorletzter aufgerufen. Alles andere als gut.
Leider kam ich auf der Startgerade auch nicht gut nach vorne, so dass ich am Ende der ersten Sandpassage laut Zuruf von Sascha Berger auf Rang 42 lag. In den Folgerunden kam ich sehr gut zurecht und wurde bis zum Rennende von keinem Fahrer mehr über- oder eingeholt. Nach und nach sprang ich durch die Gruppen nach vorne und lag dann in der vorletzten Runde auf Platz 26. Kurz vor dem Eingang in die letzte Runde konnte ich dann noch an einer größeren Gruppe vorbeifahren und landete im Ziel auf Platz 20 und war nach Danowski und Lutschewitsch dritter Deutscher und mit Platz 20 nach einem 19. Platz im Vorjahr sehr zufrieden.

Nach der Einsicht der Ergebnisliste wäre mit einem normalen Startplatz der 10. Platz möglich gewesen. Egal, Hauptsache es hat Spass gemacht. Und Cross-Rennen in Mol machen immer irgendwie Spass. Für Datenfreunde kurz die Info: 45 Minuten Fahrzeit mit 181 Durchschnittpuls. Der Abend wurde dann feucht fröhlich mit den Hannöver Jungs verbracht. Sese hatte sein Trikot und zwei Kisten Bier mitgebracht. Thomas wollte nicht eher nach Hause, bis alles leer war. So wurde es 4 Uhr morgens. Das war hart. Am Sonntag ging es dann gegen Mittag heim zu der Familie.

Das war sie dann also die Cross Saison 2009/10. Ich bin 17 Rennen gefahren und musste aus gesundheitlichen und familientechnischen Gründen 6 Rennen absagen. Leider auch die BZM und die LM. Der BZM Titel war eigentlich Pflicht. Schade. Von daher war mehr als Platz 13 in der Gesamtwertung des WEC nicht drin. Platz 2 bei der Panther Serie war auf der anderen Seite wiederum in Ordnung. Der Verzicht auf die DM war auch die richtige Entscheidung, vor allem wenn dort der WA Fahrer bereits nach 15 Minuten aus dem Rennen genommen hat.

Bis dahin alles Gute und ein schönes TL auf Mallorca. Ich freue mich auf das Frühjahr und werde erst einmal eine kleine Pause machen.

Lasst krachen

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