RSC-Rennfahrer machen sich in Belgien fit

Bereits zum vierten Mal sind Wunstorfer Rennfahrer für eine Woche nach Belgien gereist, um sich dort auf die in Deutschland anstehenden Rennen vorzubereiten. In den vergangenen Jahren galt es fit für das Steinhuder Rennen zu sein. Belgien ist das Land der Rennfahrer, in der Saison gibt es dort fast täglich Rennen zur Auswahl.

Die Truppe vor den RennenWir, das waren Julian, Jörn, Christian Z., Christian P. Olaf und ich, haben uns ein Ferienhaus in Ruisselede, Ostflandern, gemietet. Von dort aus waren in einem Umkreis von 50 km täglich Wettbewerbe zu erreichen. Wir hatten uns ausschließlich für Rennen über Distanzen von 110 bis 120 Km entschieden. Gefahren wurden die Rennen auf Rundkursen von 4 bis zu 8 km Länge.

Gute Laune...Nachdem wir am Freitagabend das Quartier bezogen hatten, stand am Samstag das erste Rennen auf unserem Programm. Es war ein flacher und an diesem Tage sehr windiger Kurs in Waardamme (Westflandern). Schon frühzeitig konnte ich mich mit 10 weiteren Fahren vom Feld lösen. Dieser Gruppe konnte ich jedoch nicht bis zum Schluss folgen. Am Ende wurde ich 14., Christian P., Olaf und Jörn kamen ebenfalls noch unter die besten 30.

Clown gefrühstücktAm nächsten Tag in Ingelmunster (Westflandern) versuchte sich Christian Z. in der ersten Achtmanngruppe. Auch diesmal war der Rundkurs flach und sehr windig. Nachdem auch Christian Z. nach über 100 km die Fluchtgruppe entkräftet ziehen lassen musste, wurde er unmittelbar vor der Ziellinie von der nächsten Gruppe gestellt. Am Ende wurde er 24. Ich wurde 30., Christian P. 31.

Rodenbeck beim ZieleinlaufAm dritten Renntag gab es ein Wettbewerb in Rumbeke Zilverberg (Westflandern). Auf diesem Rundkurs gab es einen kleinen Kopfsteinpflasterberg. Wie fast immer bei den belgischen Rennen formierte sich auch hier die erste erfolgreiche Fluchtgruppe auf den ersten Kilometern. Christian P. und Christian Z. fuhren in einer kleinen Verfolgergruppe um Platz 20. Ich schied, ebenfalls in einer Verfolgergruppe, mit Defekt aus.

KulturpauseNach drei anstrengenden Tagen gönnten wir uns einen Tag Pause mit einem Kulturbesuch in Ieper (Westflandern). Dort kamen während des ersten Weltkriegs unendlich viele Soldaten im Stellungskrieg ums Leben. Um Ieper gibt es unzählige große Kriegsgräberfriedhöfe. Sehr erschütternd.

Am Mittwoch gab es in Deinze (Ostflandern) ein flaches Rennen. Untypisch für Belgien gab es sehr lange ein geschlossenes Feld. Erst spät konnten sich 10 Fahrer lösen und den Sieg unter sich ausfechten. Ich konnte mich im Finale vom Feld lösen und einen ganz knappen Vorsprung ins Ziel retten. Dabei hatte ich bei einsetzendem Regen von einem Sturz im Fahrerfeld in der Zieleingangskurve profitiert.

Koß beim AusreißversuchDonnerstag war wieder Renntag, diesmal in Moorslede Slijpskapelle. Nachdem Jörn bereits abgereist war, waren wir nun mit fünf RSC´lern vertreten. Mit 10 weiteren Fahren war mir die Flucht gelungen. Im Zieleinlauf kam ich auf den siebten Rang, Christian Z., Christian P., Julian und Olaf kamen noch unter die ersten 25 Fahrer. Am Freitag stand das sechste Rennen im Programm. Nachdem nun auch Julian abgereist war und Christian P. einen Ruhetag eingelegt hatte, waren Olaf, Christian Z. und ich am Start bei einem Rennen in Moorsele (Westflandern). Auch diesmal konnte sich bereits in der Anfangsphase eine Fluchtgruppe, oder besser Grüppchen, vom Feld lösen. Das Duo rettete einen knappen Vorsprung ins Ziel. Die RSC Mannschaft wurde noch auf den Plätzen zwischen 25 und 35 gewertet.

Am letzten Tag entschieden wir uns für ein Rennen in Waasmunster (Ostflandern). Es war für uns ein recht untypisches Rennen mit vielen Kurven und einer Kopsteinpflasterabfahrt. Aus RSC Sicht waren diesmal Christian P. und ich am Start. Die erste Fluchtgruppe aus 13 Fahrern hatte ich leider verpasst. Im Finale konnte ich mich allerdings noch von meinen letzten Begleitern lösen und auf den 14. Platz einfahren.

Insgesamt war die Rennwoche in Belgien ein voller Erfolg, der sich hoffentlich auch bei den kommenden Rennen in Deutschland bezahlt machen wird.

Christian hat noch genug Luft Julian auf der Verfolgung Kurze Erholungsphase
Christian hat noch genug Luft Julian auf der Verfolgung Kurze Erholungsphase

 

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