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Ebersberg MTB Marathon in Hohegeiß

Am heutigen Samstag ging es für die Mountainbiker des RSC Wunstorf zum vierten Rennen des Harzer MTB Cups nach Hohegeiß, einen kleinen Ort kurz hinter Braunlage. Auf der langen Strecke über vier Runden belegte Artjom Gräfenstein den vierten Platz, über zwei Runden wurde Holger Evers Achter, Mario Carl schied mit Defekt in der Anfangsphase aus.

Foto: Petra Junge

Das in früheren Jahren auf einer ziemlich langweiligen aber anstrengenden Strecke am Wurmberg ausgetragene Rennen wurde zum ersten Mal auf einer neuen, ebenso langweiligen aber nicht so anstrengenden Strecke ausgetragen. Wobei einer alter Fahrer- und Reporterweisheit gemäß immer die Fahrer es sind, die ein Rennen schwer machen! Die Runde hatte statt der ausgeschriebenen gut 700 wohl nur knapp 500 Höhenmeter auf 21 Kilometern. Mit größeren Steigungen oder technischen Schwierigkeiten hatte die Strecke nicht aufzuwarten, es galt eher einen möglichst großen Gang auf Schotter möglichst schnell herum zu bringen.

Entsprechend verlief auch das Rennen über die 84 Kilometer der Langstrecke - als Ausscheidungsfahren. Die unterschiedlichen Distanzen starteten mit zeitlichem Abstand, so war man in seinem Rennen "unter sich". Die Spitze der zuerst gestarteten vier Runden, in der neben Artjom auch der frühere deutsche Bergmeister Björn Papstein war, wurde nach und nach immer kleiner. Selbst Fahrer wie Volker Lutz und Lars van der Sloot konnten irgendwann nicht mehr folgen. Aber auch Artjom, dem eher schwerere Anstiege und technischere Kurse liegen, konnte nicht in den Kampf um den Sieg eingreifen. Ein paar Kilometer vor dem Ziel musste er abreißen und ein Trio ziehen lassen. Sieger wurde in einem knappen Zielsprint Papstein, Artjom belegte mit einer Minute Rückstand Platz vier.

Foto: Petra Junge

Auf der Mitteldistanz über zwei Runden waren mit Mario Carl und Holger Evers zwei Wunstorfer am Start. Nach ein paar Kilometern und den ersten beiden Steigungen sah es sehr gut aus, beide waren in der zehn Fahrer starken Spitzengruppe vertreten. Auf den folgenden Schotterkilometern wendete sich das Blatt: Holger konnte das hohe Tempo nicht ganz mitgehen und so fiel er Meter um Meter zurück. Schon kurz darauf sah er Mario wieder, dieser hatte sich einen Plattfuß eingefangen und so war das Rennen für ihn schon nach einer halben Stunde beendet. Da es keine Verfolgergruppe gab wurde es für Holger ein recht einsames Rennen, die zweite Runde fuhr er von Überholmanövern langsamerer Langstreckler abgesehen fast komplett allein. Nur auf der letzten Abfahrt fuhr er noch einen Kontrahenten aus Bad Salzdetfurth auf - also hieß es den Schlussanstieg noch einmal Vollgas zu fahren. Dadurch konnte er sich auf den achten Rang der Herren, Neunter gesamt, verbessern, auch wenn das offizielle Ergebnis das nicht so recht wiedergibt.
Meine Mitfahrgelegenheit war Jörg Behrens, einigen von seinen Teilnahmen an der Vereinsmeisterschaft in Mardorf bekannt. Er wurde bei den Senioren guter Sechster, seine Tochter Carianne wurde Siegerin der Frauen über eine Runde.

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