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RSC-Trio bei Mountainbike Marathon EM in St. Wendel

Am vergangenen Sonnabend stand im saarländischen Sankt Wendel mit der UEC Europameisterschaft im Mountainbike Marathon über 118 Kilometer und 2900 Höhenmeter das letzte große Rennen der Saison auf dem Plan. Hier wollten sich die Wunstorfer Mountainbiker mit den stärksten Langstreckenspezialisten des MTB-Sports messen.

Dazu hatten sie sich in den vergangenen zwei Monaten gezielt auf diesen Termin vorbereitet. Nicht beeinflussen konnten sie leider das Wetter, das sich wie so oft in diesem Jahr unfreundlich zeigte. Nach einigen wechselhaften Wochen gab es in den vorangegangenen Tagen teilweise Rekordniederschläge im Westen Deutschlands, auch in der Nacht vor dem Wettkampf blieb es nicht trocken. Erst eine halbe Stunde vor dem Start zeigte der Wettergott ein Einsehen und zumindest von oben blieb es bei Temperaturen um elf Grad für den Rest des Tages trocken.

Die Taktik der Wunstorfer nach Ansicht des Streckenprofils war eher defensiv zu fahren, da sich auf der Strecke ein Anstieg an der anderen reihte und keine Gelegenheit zur Erholung vorhanden schien. Zusammen mit der zu erwartenden schwierigen Streckenbeschaffenheit durch den Regen war somit klar, dass dies das längste Rennen des Jahres werden würde. Wie abgesprochen fuhren die drei RSC Starter in der Anfangsphase gemeinsam und ließen sich auch nicht vom hohen Anfangstempo beirren. „Die Profis waren für uns kein Maßstab und bei der langen, schweren Strecke war abzusehen, dass sich viele nicht so erfahrene Marathonfahrer etwas übernehmen würden. Das rächt sich dann spätestens in der zweiten Rennhälfte.“ erläutert Spartenleiter Holger Evers, dieses Jahr schon bei seinem fünften Rennen der Langdistanz über 100 Kilometer. Nach zwei Stunden hatte er dann Pech, als die zu diesem Zeitpunkt recht große Gruppe sich auf dem technisch anspruchsvollsten Stück teilte. Einige Fahrer hatten Probleme mit den rutschigen Abfahrten und offenbar auch keine optimale Bereifung aufgezogen. Auf den schmalen Wegen war kein Überholen möglich, so setzten sich Alexander Frey und Sascha Kulbe auf diesem Abschnitt mit einigen Mitstreitern ab. Die beiden harmonierten weiterhin sehr gut und konnten in der Folge den Plan optimal umsetzen. „Zu Beginn der zweiten Hälfte war es sehr schwer, die Kilometer wurden einfach nicht weniger und die Beine fingen an zu schmerzen. Aber wir haben immer mehr Konkurrenten eingeholt, das hat uns natürlich motiviert.“, so Kulbe nach dem Rennen.

Erst in der Schlussphase, nach mehr als sechs Stunden Fahrtzeit, war dann kein Taktieren mehr gefragt. Hier konnte Frey sich dann noch etwas von seinem Vereinskameraden absetzen, am Ende waren dann aber alle drei Wunstorfer relativ dicht zusammen – und hatten zugleich sehr erfreuliche Platzierungen erreicht. Als bestplatzierter belegte Frey in 6:33:15 den 24. Platz in der Wertung der über Dreißigjährigen (Senioren I). „Das ist ein unglaubliches Ergebnis, als ich die Starterliste gesehen habe hätte ich das nicht für möglich gehalten. Aber es waren viele Straßenspezialisten am Start, die mit der Strecke und den Bedingungen Schwierigkeiten hatten.“ erklärt er den Erfolg. Der knapp geschlagene Kulbe bereits auf Platz 26 im Ziel, aber auch Evers, der letzte des RSC Trios, schlug sich in der zweiten Runde sehr gut und verlor nur wenige Minuten, was mit dem 28. Platz belohnt wurde.

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