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RSC Mountainbiker gewinnen Teamwertung der Rocky Mountain BIKE Marathon Serie

Das nordrhein-westfälische Willingen war am Wochenende Schauplatz des größten deutschen MTB Events und Austragungsort des zweiten Rennens zur „Rocky Mountain Bike Marathon Serie“. Nach dem dritten Rang in der Teamwertung in Riva del Garda sollte dieser Platz in der Gesamtwertung verteidigt werden - das gelang mehr als überzeugend.

Der Kurs im Sauerland stellt seit jeher hohe Ansprüche an die Fahrer. In diesem Jahr musste die Strecke gegenüber der ursprünglichen Ausschreibung vom Veranstalter aufgrund der immer noch allgegenwärtigen Verwüstungen durch den Orkan Kyrill stark verändert werden. Aus diesem Grund waren sage und schreibe 137 Kilometer zurück zu legen, dabei galt es immerhin 3500 Höhenmeter zu überwinden.

Früh morgens um halb acht wurden die 1887 Starter bei leichtem Nieselregen auf die aus drei Runden bestehende Strecke geschickt. Nach ein paar Kilometern neutralisiertem Start hinter dem Führungsfahrzeug ging es für das geschlossene Feld in die erste Steigung. Vorne dabei drei Starter des RSC, die sich zu diesem Zeitpunkt in verschiedenen Gruppen kurz hinter der mit zahlreichen Profis bestückten Spitze befanden. Am besten mit den widrigen und kühlen Bedingungen zurecht kam in der Anfangsphase offenbar Sascha Kulbe, der sich am Anstieg leicht von seinen Mitstreitern löste. So fand er optimale Begleiter und konnte sich in der ersten Runde im Vorderfeld festsetzen. Mit zunehmender Renndauer wurde das Wetter freundlicher und auch der zweite Wunstorfer Holger Evers kam immer besser in Schwung. Zu Beginn der zweiten Teilstrecke hatte er zu seinem Teamkollegen aufgeschlossen, so dass die beiden von da an gemeinsam in einer gut funktionierenden Gruppe fuhren. „Selbst in den Bergen und sogar bergauf ist es immer besser zusammen zu fahren. Neben echtem gibt es auch einen psychologischen Windschatten, gerade bei einem so langen Rennen. Man sollte darauf achten seine Begleiter nicht zu früh abzuhängen, selbst wenn man an einer Steigung schneller sein sollte“ erläutert Evers die Taktik für Marathonfahrer.

Zu Beginn der dritten Runde war es mit dieser Zurückhaltung allerdings vorbei, nach immerhin schon 115 gefahrenen Kilometern startete er einen Angriff, um die noch siebenköpfige Gruppe zu sprengen. Mit einem Begleiter konnte er sich entscheidend absetzen, musste diesen allerdings am letzten Berg ziehen lassen. Auf der abschließenden Abfahrt konnte Kulbe seine guten Abfahrt-Qualitäten ausspielen und sich wieder zu seinem Vereinskollegen vorarbeiten. Auf den verbliebenen Kilometern waren die Platzierungen gefestigt und die Erschöpfung greifbar. „Wir waren uns einig keinen anstrengenden Sprint um den Platz mehr zu fahren, so sind wir zusammen über die Ziellinie gerollt“ so Kulbe zum Zieleinlauf. Die Zeit von 6 Stunden und 6 Minuten bedeutet für die beiden Platz 32 beziehungsweise 33 im Gesamtergebnis.

Den Anschluss an die ersten Gruppen etwas verpasst hatte im Gewühl der hektischen Anfangsphase der dritte Wunstorfer Jörg Franke, der sich mit Platz 50 dennoch zufrieden zeigte: „Ich habe mich heute ziemlich gut gefühlt und die beiden anderen nicht zu weit weg gelassen. Ich wusste ja, dass es in der Gesamtwertung um jede Minute geht, gerade wo unser vierter Mann heute wegen Krankheit nicht fahren konnte. Mit so einem Erfolg hatten wir eigentlich gar nicht mehr gerechnet“ kommentiert er sein Rennen. Jeder hatte die Teamwertung im Hinterkopf, bei der die Zeiten der drei schnellsten Teilnehmer einer Mannschaft zählen. Beim vorherigen Rennen fuhr noch der diesmal erkrankte Alexander Frey das beste Ergebnis ein, nach seinem Ausfall zahlte sich die ausgeglichene Besetzung der RSC Mountainbiker aus. An diesem Tag sprang sogar der zweite Platz in der Teamwertung heraus, was in der Addition der Ergebnisse den souveränen Sieg bedeutet. „Ich bin froh, dass die drei heute so gut durchgekommen sind. Schließlich stecken seit Januar insgesamt über 20000 Trainingskilometer in diesem Ergebnis“ meinte Frey, der seine Kollegen als Betreuer am Streckenrand mit Essen und Getränken versorgte.

Auch die Platzierungen der Einzelstarter können sich sehen lassen, so belegte Holger Evers den 11., Jörg Franke den 14. und Alexander Frey noch den 19. Platz in der Serienwertung

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